Philosophie
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Es gibt Lieblingsorte, zu denen man immer wieder zurückkehren möchte, Lieblingsstrecken, die man gar nicht oft genug mit dem Rad befahren kann. Man speichert die Gerüche, die Farben der Landschaft, man verfolgt die Veränderungen von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, von Jahreszeit zu Jahreszeit. Zu meinen persönlichen Lieblingsorten zählt ein Bergbach. Wann immer ich kann, lege ich dort eine kleine Rast ein, fülle meinen Bidon mit kaltem klarem Wasser und schaue zu, wie die kleinen Wellen ungeniert dahinspringen in purer Lust am Leben, in ungeduldiger Erwartung, die lange Reise bis zum Fluss, zum See, zum Meer gleich fortzusetzen ohne Pause.Mein Bach!
Ich freue mich auf ihn, schon wenn ich mich aufs Fahrrad setze, als wäre er ein alter Freund. Doch eines Tages ist mir klar geworden, dass ich ja Ja, und ich – ich bin ja auch ein Neuer! Was habe ich seit dem letzten Besuch alles erlebt, wie hat es mich verändert! Wie viele neue Zellen haben sich in meinem Körper gebildet, wie viele Gedanken und Ideen sind mir seither durch den Kopf gegangen! Möchte ich denn überhaupt noch so sein wie beim letzten Mal? All das noch nicht wissen und erlebt haben, was in der Zwischenzeit geschah? Nein, wird mir klar, denn das ist ja nun Teil von mir – ich wäre nichts weniger als unvollständig ohne diese Erfahrungen. Wer diesen Gedanken weiterdenkt, dem wird bewusst, dass nicht nur unser ganzes Umfeld sich pausenlos verändert, anpasst, aktualisiert und „neu“ wird, sondern auch wir selbst, die wir uns in diesem Umfeld bewegen, die wir ein Teil davon sind. Welch eine Chance, bestimmte Dinge von Grund auf zu verändern! Welche Chance, uns selbst zu entwickeln! Man kann sie nutzen – so wie wir bei CENTURION uns ganz bewusst daran gemacht haben, uns zu erneuern, etwas Schöneres, Aktuelleres, schlicht Besseres aus unserer Marke, unseren Fahrrädern zu machen! Wieder einmal, wie schon so oft in der Vergangenheit. Allerdings haben wir diese Aufgabe, solange ich zurückblicke, noch nie so konsequent in Angriff genommen wie gerade jetzt zur Saison 2011.
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Wer also in den neuen Katalog schaut, sieht und erlebt CENTURION auf der Höhe der Zeit. Design und Technik sind eine neue, faszinierende Verbindung eingegangen, so dass man gern dorthin zurückkehren möchte mit seinen Gedanken, um sie, schon bald vielleicht, anzureichern mit den ganz individuellen Erfahrungen des Unterwegsseins, des Pedalierens und Genießens. Damit erneuert sich das neue Rad dann noch einmal – und wieder und wieder … Bereits vor rund 3500 Jahren erkannte der griechische Philosoph Heraklit: „Man kann unmöglich zweimal in denselben Fluss steigen.“ – Und bis zu welchem Grad auch wir uns immer wieder neu erfinden, registriert soeben die staunende Wissenschaft: Selbst unsere DNS, der persönliche Code all unserer Anlagen, bislang für „ererbt“ und gleichsam unveränderbar gehalten, entwickelt sich mit unserem individuellen Lebensstil, mit unseren Ansichten von der Welt. Welche Freiheit! Welche großartige Chance, immer wieder neu auf die Dinge entlang unseres Weges zuzugehen! Welche Möglichkeit, jung zu bleiben! Denn auch das scheint sich inzwischen wissenschaftlich durchzusetzen: Wer sein Gehirn durch Aufnahme neuer Erfahrungen immer wieder frisch verdrahtet (d.h. neue Synapsen bildet), der bleibt nie stehen auf seinem Entwicklungsweg. Und wer nicht rastet, der rostet auch nicht, wie wir als Radsportler wissen! Gibt es ein Fazit zu diesem Gruß an Sie in unserem CENTURION-Katalog 2011? Wie gesagt, auf den folgenden Seiten finden Sie jede Menge neuer und ausnehmend schöner Fahrräder. Das Neueste für Sie aber könnte in diesem Jahr die Entdeckung sein, dass sich die ganze Welt mit jedem Atemzug ver ändert, erneuert und verjüngt! In diesem Sinne, viele bislang gänzlich unbekannte wunderschöne neue Touren wünscht Ihnen
Ihr Wolfgang Renner
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