Enduro

Als wir im vergangenen Jahr den Trailbanger in seiner jetzigen Form auf die Räder stellten, gaben wir ihm zunächst die Chancen eines Außenseiters. Wir hatten es beinahe nicht zu hoffen gewagt, dass sich eine große Zahl von CENTURION-Fans auf extremes Abfahren spezialisieren würde, um ein eigens für diesen Zweck ausgelegtes Heavy-Duty-Downhill-Bike zu kaufen.

Hurra, wir haben geirrt! Die Leute reißen uns den Trailbanger förmlich aus den Händen. Das liegt einerseits sicher an seiner Mörder-Optik, im Wesentlichen aber wohl an seinen technischen Vorzügen. Dieses waschechte Enduro-Bike mit seinen 160 Millimeter Federweg vorne und hinten widersteht allen Anfeindungen des Parcours und konvertiert selbst ruppige Untergrund-Attacken in kontrollierten Vortrieb.

Wobei man eigentlich „Abtrieb“ sagen sollte. Denn natürlich ist der Trailbanger vor allem fürs Runterbrettern gebaut – mit so sinnvollen Sicherheitsreserven wie den üppig dimensionierten Scheibenbremsen vorne und hinten, dem Tapered Steerer, den stabilen Steckachsen und der in drei Stufen absenkbaren Gabel, was selbst anspruchsvolle Kletterpartien erlaubt.

Und es gibt wohl noch einen Grund, warum der Trailbanger zu unserer grenzenlosen Überraschung auf dem Durchmarsch durch die Bike-Parks ist: Er ist uns – heavy-duty hin, heavy-duty her – leicht genug geraten, um damit auch mal den einen oder anderen Anstieg zu bewältigen, ohne Unlust aufkommen zu lassen. Man muss also nicht mehr warten, bis jemand den Lift fertig gebaut hat…