Die Namibwüste ist mit rund 80 Millionen Jahren die älteste Wüste der Erde, frei übersetzt bedeutet ihr Name etwa so viel wie „Platz, an dem nichts ist”. Was nicht gerade nach einer menschenfreundlichen Umgebung klingt, war im Dezember 2010 zum sechsten Mal Austragungsort eines der härtesten Mountainbike-Rennens der Welt. Mit Start in Windhoek und Ziel in Swakopmund verbindet das „Desert Dash Namibia 24 Hours Team Challenge” über 340 Kilometer zwei Punkte an der Westküste Afrikas, zwischen denen tatsächlich nichts ist... Extremsportler und CENTURION-Partner Hubert Schwarz hat diese Heruasforderung zusammen mit dem blinden Sportler Jeffrey Norris auf einem Tandem gemeistert, dabei haben die beiden jede Menge Eindrücke gesammelt.

Desert Dash ein heißer Wüstenritt...

Es war ein großes Wagnis, aber Hubert Schwarz und Jeffrey Norris haben ihre Herausforderung mit Bravour bestanden: Beim „Desert Dash” in Namibia, einem der härtesten Mountainbike-Marathons weltweit, gewannen die beiden Extremsportler am 19. Dezember nicht nur die Tandem-Kategorie, sondern wurden auch mit dem Ehrenpreis des Veranstalters belohnt – für eine besonders mutige Leistung: Der 51-jährige Jeffrey Norris aus Nürnberg ist seit 1992 durch einen Unfall erblindet. Er war der erste Athlet, der sich mit einem solchen Handicap an die 340 km lange Strecke zwischen Windhoek im Landesinneren und Swakopmund an der Atlantikküste heranwagte. Mit Hubert Schwarz hatte er den idealen Tandem-Partner für dieses 24-Stunden-Rennen gefunden: Durch all seine Erfahrung, die der Radmarathon-Pionier auf seinen Extremtouren rund um den Globus gesammelt hat, lenkte Hubert Schwarz das Gespann sicher über die staubigen und steinigen Pisten des Khomas-Hochlands und der Namib-Wüste.

Am 18. Dezember um 15 Uhr Ortszeit wurden die insgesamt 342 Teilnehmer bei der sechsten Auflage dieses Rennens in Windhoek auf die abenteuerliche Reise geschickt. Die ersten rund 40 Kilometer unter der gleißenden Sonne Namibias hinauf zum Kupferberg-Pass waren begleitet von heftigen böigen Winden – eine erste Nagelprobe für das Tandem Schwarz/Norris. „Zu zweit im Sattel die richtige Balance zu finden, ist auf dem rutschigen Untergrund erst einmal das Wichtigste”, weiß Hubert Schwarz. Ein Sturz oder ein Materialdefekt können bei diesem Marathon das sofortige Aus bedeuten, denn die Support-Crews dürfen sich nur an den wenigen ausgewiesenen Checkpoints um ihre Fahrer kümmern, Verpflegung bereitstellen und müde Beine massieren. „Wir waren die meiste Zeit auf uns allein gestellt, mussten perfekt harmonieren und gemeinsam um jeden Kilometer Wegstrecke kämpfen”, erinnert sich Hubert Schwarz.

Als auf dem bis zu 2000 Meter hohen Khomas-Plateau die Nacht hereinbrach, hatte zwar der stürmische Wind nachgelassen, aber nun galt es, im häufigen Wechsel riskante Abfahrten und steile Anstiege zu meistern. Eingehüllt in die Staubwolken der Begleitfahrzeuge, die zum nächsten Checkpoint preschten, mussten Hubert Schwarz und Jeffrey Norris konzentriert bleiben und zunehmend gegen Müdigkeit und Erschöpfung kämpfen. Nach und nach zog sich das Feld auseinander, über den Fahrern breitete sich ein klarer Sternenhimmel aus, wie man ihn nur in südlichen Breiten erlebt. „Hubert hat mir trotz der Anstrengung immer seine Eindrücke geschildert, sodass ich das Landschaftserlebnis gut nachvollziehen konnte”, so Jeffrey Norris.

Im Morgengrauen erreichte das Tandem die Ausläufer der Namib-Wüste. In der Nacht war es empfindlich kalt gewesen, mit der aufgehenden Sonne kletterten die Temperaturen aber schnell wieder auf rund 30 Grad – im nicht vorhandenen Schatten. Auf den letzten 50 Kilometern war dann schon die kühle Atlantikluft zu spüren, die den Ritt durch die von fernen Bergketten gesäumte Einöde erträglicher machte. Nach 20 Stunden und 30 Minuten im Sattel überquerten Hubert Schwarz und Jeffrey Norris schließlich die Ziellinie in Swakopmund und fielen ihrer Crew in die Arme. „Die erzielte Zeit war gar nicht so wichtig”, sagt Hubert Schwarz. „Wir haben gezeigt, dass ein Sportler mit Handicap und ein körperlich gesunder Athlet gemeinsam Herausragendes leisten können.” Deshalb war der Auftritt dieses ungewöhnlichen Tandems auch Teil der „Menschen bewegen”-Initiative der Hubert & Renate Stiftung, die mit solchen beispielgebenden Aktionen dafür wirbt, den eigenen Antrieb für sich zu entdecken und auch in den Dienst anderer zu stellen.

Hubert Schwarz: „Unser Dank gilt unserer Crew, die uns großartig unterstützt hat, und natürlich unseren Sponsoren, die die ,Menschen bewegen’-Idee mittragen und ohne die ein Start bei diesem Rennen nicht möglich gewesen wäre.”

Quelle: www.hubert-schwarz.com

Quelle: Wikipedia

 

 

 

Quelle: Veranstalter

 

Quelle: Google Maps

 

Weitere Infos:
www.desertdashnamibia.com

www.hubert-schwarz.com

www.jeffreynorris.de