Megadrive 4200 fährt im TOUR-Test ganz vorne mit
In der neuesten Ausgabe des TOUR-Magazins (2/2012) hat das CENTURION Megadrive 4200 einen echten Überraschungserfolg gelandet. Nicht, dass wir nicht schon absolut davon überzeugt wären, dass unser aktueller Renner im Semi-Aero-Design bestens gelungen ist – vor dem Hintergrund des Testfeldes jedoch muss man wohl anerkennen, dass dieser Ausgang nicht zu erwarten war.
Aufgerufen waren sechs Hersteller, sich vor allem hinsichtlich ihrer Aerodynamik zu beweisen. Fünf der sechs Kandidaten haben diesen aktuellen Trend konsequent umgesetzt als Rennräder, die in der Hauptsache eben dieser Eigenschaft gewidmet sind. „Lieber Watt gespart als Gewicht“, lautet deshalb auch eine Überschrift im TOUR-Artikel. Das Megadrive jedoch hat einen anderen Ursprung: Zwar wurde sich ganz bewusst dafür entschieden, die im Trend liegende Optik von Aerorahmen aufzugreifen, allerdings stand in erster Linie die bestmögliche Umsetzung der „klassischen“ Rennradeigenschaften wie Vortrieb und Komfort im Zentrum des Entwicklungsinteresses. Einen Windkanal hat das Megadrive jedenfalls bislang von innen noch nicht gesehen – bis jetzt.
So scheint es geradezu logisch, dass CENTURION bei den Aerodynamikmessungen den letzten Platz im Feld belegt. Laut TOUR-Messungen spart das beste Rad im Windkanaltest bei einer Geschwindigkeit von 45 km/h exakt 24 Watt gegenüber einem Referenzmodell mit herkömmlichen runden Rohrprofilen: Das Specialized S-Works McLaren Venge (14.999 Euro) wurde auf genau dieses Ziel hin offensichtlich sehr erfolgreich entwickelt. Das Megadrive (3.249 Euro) dagegen spart nur 9 Watt gegenüber der Referenz und erreicht damit rund 33 Prozent der Leistung des Testbesten.
Doch ein Rennrad, so sehr es auch einem aktuellen Trend zur Aerodynamik entsprechen will, muss noch andere Qualitäten aufweisen, um ein überzeugender Vertreter seiner Zunft zu sein – so jedenfalls haben die CENTURION-Ingenieure bei der Entwicklung des Megadrive gedacht. Und in eben diesen anderen Belangen schlägt das Megadrive den Rest des Testfeldes in der Endabrechnung deutlich: In der Summe der Eigenschaften ohne Aero-Wertung (Fahrstabilität, Kraftübertragung und vor allem Komfort) erreicht nur CENTURION mit einer glatten 2,0 eine Top-Wertung – speziell die Einzelnote 1,3 für den herausragenden Komfort des Rahmens hebt sich vom Verfolgerfeld ab. Anhand dessen Benotungen zwischen 1,7 und 4,7 zeigt sich, dass die Bemühungen der CENTURION-Entwickler erfolgreich waren, mit der neu gestalteten Aero-Sattelstütze das ohnehin schon sehr gute Rad (Testsieger der RoadBIKE 03/2011) um einen nochmals gesteigerten Komfort zu bereichern.
„Erstaunlich ist der gute Komfort an der Sattelstütze“, ist die TOUR begeistert. Und auch, dass CENTURION diese darüber hinaus „schön integriert“. Der „fahrstabile, komfortable, individuelle Rahmen“ verschafft dem Megadrive das „beste Laborergebnis aller Testräder“ und deshalb beim Zusammenrechnen am Ende des Tests eine kleine Sensation: „Überraschend setzt sich dabei Centurion, gemeinsam mit Felt und Specialized, an die Spitze (Note 2,2). Centurion gelingt es also, mit dem besten Laborergebnis aller Testräder den Rückstand im Windkanal zu kompensieren.“ Nicht zuletzt überrascht dieses Ergebnis vor dem Hintergrund des Preisspektrums des Testa: Die 3.249 Euro für das Megadrive 4200 nehmen sich doch vergleichsweise schmal aus gegen die Marktbegleiter, für die zwischen rund 8.000 und 15.000 Euro aufgerufen werden. So muss auch die TOUR feststellen: „Gegen die extrem teure Konkurrenz wirkt das Centurion wie ein Dumping-Angebot, verzichtet allerdings auch auf exklusive High-End-Komponenten.“
Wir freuen uns sehr über dieses fantastische Ergebnis – werden uns auf den Lorbeeren jedoch nicht ausruhen. Fans klassischer Rennräder sei schon mal verraten, dass unsere Ingenieure derzeit kräftig tüfteln…
